Georgetown: Gold und Silber aus Queensland, Rohstoffe, Rohstoffe Deutschland

Die Georgetown Goldmine liegt in einer traditionsreichen Bergbauprovinz im australischen Nord-Queensland, in der seit Mitte des 19. Jahrhunderts über eine Million Unzen Gold gefördert wurden. Sie besteht aus der gleichnamigen CIP ("carbon-in-pulp")-Aufbereitungsanlage, den Abbaulizenzen "Red Dam" und "Electric Light", elf weiteren Abbaulizenzen sowie sechs Explorationslizenzen. Bisher wurden 155.000 Unzen Gold (und 165.000 Unzen Silber) nachgewiesen, etwa 95% davon entsprechen dem australischen JORC-Standard. Alle Lagerstätten und Explorationsgebiete liegen in unmittelbarer Nähe zur CIP-Anlage in Georgetown und sind gut über Straßen und Pisten zu erreichen. Betrieben wird die Mine von unserem Tochterunternehmen Deutsche Rohstoff Australia Pty Ltd, das mit Dr. Frank Leschhorn und Patrick N. Scott über hervorragende Spezialisten verfügt.

Red Dam und Electric Light

Die hochgradige Red Dam Goldlagerstätte liegt 42 km nordöstlich von Georgetown. Das primäre sulfidische Golderz ist ca. 2 m mächtig. Das Erz ist in Oberflächennähe bis zu einer Tiefe von etwa 17 m oxidiert und durch eine typisch rostrote Färbung gekennzeichnet. Unter dieser Oxidzone setzt sich das sulfidische Erz fort und konnte selbst in den bislang tiefsten Bohrungen in etwa 130 m Tiefe nachgewiesen werden. Die Ausdehnung des sulfidischen Golderzes in größeren Teufen ist bislang noch völlig offen.

Insgesamt wurden 94 Bohrungen abgeteuft, die gesicherte Aussagen über den Goldgehalt und die Menge ermöglichen. Es hat sich herausgestellt, dass Red Dam etwa 30.000 t Oxiderz mit 15 g/t Gold enthält. Der gesamte Erzvorrat von Red Dam, der sowohl das Oxid- und Sulfiderz umfasst, verfügt derzeit über eine JORC-konforme Ressource ("indicated" bzw. "inferred") von 150.000 t mit etwa 20 g/t Gold. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass im Zuge weiterer Explorationen der Goldvorrat für Red Dam signifikant steigt.

Die Electric Light Lagerstätte befindet sich 15 km nordöstlich von Georgetown. Im Gegensatz zu Red Dam fand hier aber im 20. Jh. bereits ein episodischer untertägiger Abbau des Golderzes statt. Aufgrund eines niedrigen Goldpreises wurde der Abbau seinerzeit wieder aufgegeben.

Electric Light besitzt, ähnlich wie Red Dam, einen steil stehenden Erzkörper. Die Oxidationszone reicht hier bis in eine Tiefe von etwa 12 m. Darunter setzt sich das sulfidische Erz bis in noch unbekannte Tiefen fort.

Electric Light ist ebenfalls hervorragend erbohrt. Seit 1985 wurden in diesem Bereich 103 Bohrungen abgeteuft. Die oberflächennahen Ressourcen (JORC: inferred) dieser Lagerstätte liegen bei etwa 20.000 t bei einem Goldgehalt von durchschnittlichen 6,8 g/t. Die Lagerstätte verfügt daneben über weitere 160.000 t sulfidisches Golderz (JORC: inferred) mit einem Gehalt von etwa 9 g/t. Geophysikalische Untersuchungen geben Hinweise auf eine Ausdehnung der Vererzung über die bislang erbohrten Grenzen hinweg. Für diese Lagerstätte gilt also ebenfalls, dass sich noch erhebliches Explorationspotential bietet, mit der Chance, den bekannten Goldinhalt erweitern zu können.

Einschlägig erfahrenes Management

Dr. Ing. Frank Leschhorn ist ein deutscher Bergbauingenieur mit über 25 Jahren Erfahrung, unter anderem als Bergwerksdirektor und Leiter des Steinkohlenbergwerks Auguste Victoria im Ruhrgebiet. Der gebürtige Heidelberger ist seit 10 Jahren in Australien ansässig, wo er bis 2003 auch die Leitung der Betriebe der australischen Tochterfirma der Ruhrkohle AG innehatte. Er ist vor allem in Queensland, wo sich die Georgetown-Goldmine befindet, ausgezeichnet vernetzt.

Patrick N. Scott ist in London ausgebildeter Mineningenieur und seit 30 Jahren im Bergbau operativ tätig. Nach einer achtjährigen Tätigkeit bei Anglogold Ashanti in Ghana hat er seit 1980 in Australien verschiedene leitende Positionen im Goldbergbau durchlaufen, u.a. als Betriebsleiter und späterer Geschäftsführer einer mittleren Goldmine mit einer Jahresproduktion vom 150.000 Unzen.

Abbauplanung und Exploration

In einer ersten Phase ab Herbst 2010 werden die an der Oberfläche befindlichen, oxidierten Golderze abgebaut. Diese sind leichter gewinnbar als die darunter befindlichen sulfidischen Golderze und können vollständig im Tagebaubetrieb gewonnen werden. Das Endprodukt der Anlage sind Scheidebarren aus Rohgold/Rohsilber. Angestrebt wird zunächst eine jährliche Produktion von 20.000 Unzen Gold.

Beginnend 2011 wird der Abbau der sulfidischen Erze vorbereitet, die z.T. noch im Tagebau gewinnbar sind, z.T. bereits untertägige Stollen erfordern. Die Verarbeitung dieser Erze zu Rohgold ist aufwändig und würde eine teure Modifikation der Anlage erfordern. Daher werden wir die Anlage nur geringfügig modifizieren und ab 2012 mittels Flotation ein sulfidisches Goldkonzentrat produzieren, das an asiatische und US-amerikanische Hütten verkauft werden kann. Dadurch wird die Lebensdauer und Profitabilität der Goldmine erheblich verbessert.

In den vorliegenden Ressourcenschätzungen wurden bisher nur Goldvorkommen erfasst, die bis zu in einer Tiefe von etwa 120 Metern identifiziert worden sind. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten ist davon auszugehen, dass insbesondere die sulfidischen Vorkommen deutlich tiefer reichen, bislang jedoch aus Kostengründen nicht erbohrt wurden. Wir gehen daher davon aus, dass in unseren Lizenzgebieten weitere signifikante Goldvorräte nachgewiesen werden können, zumal in früheren Perioden in der Region nur die oxidischen Golderze abgebaut wurden.

Derzeit wird der Abbau vorbereitet und die Anlage instand gesetzt. Parallel dazu finden weitere Explorationsarbeiten auf unseren Lizenzgebieten statt. Zur Gewährleistung einer umweltverträglichen Produktion und den Erhalt der entsprechenden Genehmigungen haben wir erhebliche Anstrengungen unternommen. Gemeinde und Landkreis unterstützen unser Vorhaben.

Goldgewinnung in Australien

Weitere Videos der DRAG hier


Goldaufbereitungsanlage Georgetown


Carbon-in-pulp Goldaufbereitung


Instandsetzung der Anlage (Juni 2010)


Explorationsbohrung auf Red Dam (Juni 2010)


Kontrollbohrung zur Grundwasserüberwachung (Mai 2010)


Unterkünfte werden angeliefert (Mai 2010)


Vorbereitung des Abbaus auf Red Dam (April 2010)