Öl und Gas, Rohstoffe, Rohstoffe Deutschland

Der Geschäftsbereich Öl und Gas wird ausschließlich über das Tochterunternehmen Rhein Petroleum GmbH abgewickelt. Die Rhein Petroleum konzentriert sich auf die Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas in Süddeutschland. Entgegen landläufiger Meinung verfügt Deutschland bereits seit jeher (1859) über eine eigene Öl- und Gasförderung. Zuletzt konnten immerhin 16% des Gasbedarfs und 3% des Ölbedarf aus heimischen Quellen gedeckt werden. Spektakuläre Neufunde wie im pfälzischen Speyer (50 Mio. Barrel förderbares Öl!) haben Süddeutschland wieder interessant gemacht. Das betrifft vor allem das Rheintal und das Alpenvorland.

Aber auch die Wiedererschließung alter Felder ist eine interessante Option, im Wesentlichen aus drei Gründen: Erstens sind viele süddeutsche Felder meist nicht wegen Erschöpfung, sondern aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden, etwa als der Ölpreis 10-15 $ pro Barrel betrug. Bei heutigen Ölpreisen stellt sich die Wirtschaftlichkeit ganz anders dar. Zweitens ist mit heutiger Technologie eine weit höhere Ausbeute möglich. Während früher maximal 30% des vorhandenen Öls aus einem Feld gefördert werden konnten, sind heute Entölungsraten von 50% und mehr keine Seltenheit. Drittens erlaubt insbesondere die neue 3D-Seismik einen "Blick in den Untergrund" der früher so nicht möglich war. Auch innerhalb einer Lagerstätte kann dadurch viel zielgerichteter gebohrt und auch neues Potenzial entdeckt werden.

Rhein Petroleum ist es gelungen, ein Management-Team aufzubauen, das über jahrzehntelange Erfahrung in der deutschen Öl- und Gasindustrie verfügt. Als Geschäftsführer (neben Dr. Titus Gebel von DRAG) fungiert Herr Prof. Dr. Franz Nieberding. Er leitete lange Jahre den Explorationsbereich der PREUSSAG Energie und lehrt an der Ruhruniversität Bochum das Fach Erdölgeologie.

Über Konsortien mit erfahrenen Partnern wurden von Rhein Petroleum bereits die ersten Wiedererschließungs- und Explorationsprojekte in Angriff genommen und die erste Probebohrung Ende 2009 abgeteuft. Eine Produktion soll so schnell wie möglich beginnen, spätestens 2011.


Geschäftsführer Prof. Dr. Franz Nieberding