Kiefernberg: Nickel und Cobalt aus Sachsen, Rohstoffe, Rohstoffe Deutschland

Das Nickel-Cobalt-Vorkommen Kiefernberg befindet sich im sächsischen Granulitgebirge innerhalb der gleichnamigen Aufsuchungserlaubnis der Deutsche Rohstoff AG. Die Nickel-Laterite bei Kiefernberg sind mit insgesamt 1.270 (!) Bohrungen sehr gut erkundet und weisen einen Metallinhalt von 34.500 t Nickel, 1.422 t Cobalt und 32.200 t Chrom bei einem Durchschnittsgehalt von 0,4 % Ni, bzw. von 20.150 t Ni (749 t Co, 15.500 t Cr) bei einem Durchschnittsgehalt von 0,71 % Ni auf. Die DRAG führt derzeit Untersuchungen durch, wie das Nickelerz kostengünstig und mit geringem Energieaufwand gelaugt werden kann. Erste Laborergebnisse sind vielversprechend. Vergleichbare Nickellaugungsprojekte existieren bereits.

Das Teilfeld Kiefernberg setzt sich aus den Bereichen Kiefernberg-Nord und -Süd zusammen. Kiefernberg-Nord besteht aus einem einzigen großen Erzkörper, während Kiefernberg-Süd aus 3 kleineren Erzkörpern aufgebaut ist. Die Mächtigkeit der Oberflächenbedeckung beträgt zwischen 3 und 12 m, teilweise auch darüber. Die Mächtigkeiten der Ni-Erze variiert sehr stark und reicht von einem Meter bis 10m und mehr. Die Erze sind hervorragend für einen Abbau im Tagebau geeignet.

In den Jahren 1958 bis 1972 wurden alle damals bekannten Teilfelder des Granulitgebirges, darunter auch Kiefernberg (Nord+Süd), von der Abteilung Geologie des VEB Nickelhütte St. Egidien eingehend erkundet. Dies geschah mit Bohrungen, die im Abstand bis zu 25x25m niedergebracht wurden. Weitere Erkundungen wurden durch das VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg (GFE) durchgeführt. So kamen im Gebiet Kiefernberg-Nord und -Süd bis 1980 nochmals insgesamt 471 Bohrungen hinzu. Für das Gebiet Kiefernberg Nord wird eine endgültige Bohrdichte von ca. 20x20m bis 30x30m erreicht, während für das Gebiet Kiefernberg-Süd eine Bohrdichte von 20x20m bis 22x22m angegeben wird. Beide Teilgebiete erfüllen die Bedingungen für eine DDR Klasse-B Vorratsklassifizierung. Die DDR-Klassen A+B entsprechen "sicheren Reserven" nach UN-Klassifikation 331 bzw. Measured Resources nach JORC oder NI 43-101.

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Laterite von einem nickelhaltigen Serpentinit unterlagert werden, der eine durchschnittliche Ni-Konzentration von ca. 0,2% aufweist. Der Gesamtnickelinhalt dieses Serpentinitkörpers beträgt im Bereich Kiefernberg etwa 260.000 t Nickel (+ 13.000 t Co, 364.000 t Cr).

Die DRAG hat im Rahmen von Archivstudien daneben einen Bericht des "VEB Geologische Forschung und Erkundung Freiberg" von 1971 entdeckt, wonach im gesamten Bereich der Aufsuchungserlaubnis "Granulitgebirge" insgesamt 1,5 Millionen Tonnen serpentinitisches Nickel vermutet werden!


Draufsicht Lagerstätte Kiefernberg


Rammkernsondierung zur Probengewinnung


Nickelverhüttung in der Nickelhütte Aue