Kein Wohlstand ohne Rohstoffe, Rohstoffe, Rohstoffe Deutschland

Rohstoffe stehen am Anfang jeder industriellen Wertschöpfung. Sie sind das Fundament unseres Wohlstandes und Voraussetzung jeden technischen Fortschritts. In Mitteleuropa verbrauchen wir pro Kopf täglich etwa 40 kg Bodenschätze. Das sind Baurohstoffe wie Sand, Kies und Natursteine, aber auch die unterschiedlichsten Metalle. Etwa ein Drittel des Verbrauchs betrifft Energierohstoffe wie Öl, Gas und Kohle.

Ein steigender Lebensstandard geht mit einem steigenden Verbrauch von Rohstoffen einher. Der weltweite Verbrauch von Erdöl hat sich von 1950 bis 2007 versiebenfacht auf unglaubliche 3.900 Millionen Tonnen pro Jahr. Und er wird, genau wie der Verbrauch von Metallen, weiter steigen: Die aufstrebenden Schwellenländer, allen voran China, wollen langfristig unser Wohlstandniveau erreichen. Dafür benötigen sie Rohstoffe.

Ähnliche Verbrauchsschübe gab es im Zuge des Aufstiegs der Vereinigten Staaten zur Industrienation, des Aufstiegs Japans und der Reindustrialisierung Europas nach dem 2. Weltkrieg. Allerdings gibt es einen Unterschied: China ist viel größer. China hat noch im Jahre 1994 acht Prozent der weltweiten Metallproduktion absorbiert, 2006 aber schon 25 Prozent. Das Land ist bei den meisten Rohstoffen vom Exporteur zum Importeur avanciert. Eine vergleichbare Entwicklung ist zeitversetzt für Indien zu erwarten.

"Wir sollten die Bodenschätze sorgsam wie Talente behandeln. Keines darf man aufgeben, jedes muss man fördern. Wer weiß, wie es sich entwickelt?"

Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Wilhelm Wellmer, ehem. Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe


Rohstahlerzeugung in China und Indien seit 1950